Am Montag zeigte das Währungspaar GBP/USD erneut Aufwärtsbewegungen. Das britische Pfund stieg über Nacht an, obwohl keine klaren Gründe oder fundamentalen Treiber ersichtlich waren. Der Markt demonstrierte am Montag jedoch eindeutig seine Tendenz, das Pfund zu kaufen—oder vielmehr den Dollar zu verkaufen.
Derzeit ist die Korrelation zwischen dem Euro und dem Pfund relativ gering. Beide europäischen Währungen steigen, aber das Pfund steigt stärker und korrigiert weniger. Es ist fast, als würden wir Bitcoin und Ethereum vergleichen. Die Geldpolitik der Federal Reserve scheint wegen Donald Trumps Handelspolitik nicht mehr relevant zu sein. In der Eurozone und im Vereinigten Königreich gibt es keine solch störenden Faktoren, weshalb der Markt nach wie vor die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und der Bank of England berücksichtigt.
Was ist die geldpolitische Ausrichtung der europäischen Zentralbanken? Die EZB setzt ihre Lockerungsmaßnahmen fort und hat offiziell erklärt, dass die Inflation nahe dem Ziel liegt, während die BIP-Zahlen Besorgnis erregen. Deshalb senkt die EZB die Zinsen—nicht weil die Inflation bekämpft werden muss, sondern weil die Wirtschaft Anreize benötigt. Im Vereinigten Königreich ist die Lage gegenteilig. Die Inflation ist in letzter Zeit gestiegen, und Andrew Bailey hat angedeutet, dass sie bald bis zu 4% erreichen könnte. Die Bank of England ist nicht bereit, hohe Inflation zu tolerieren und glaubt, dass die Wirtschaft warten kann.
Daher hat die britische Zentralbank keine Eile, ihren Leitzins zu senken, was das britische Pfund unterstützt—eine Unterstützung, die dem Euro fehlt. Aus technischer Sicht zeigt das GBP/USD-Paar im H4-Zeitrahmen klar einen Aufwärtstrend. Gleichzeitig ist ein Abwärtstrend auf den täglichen und monatlichen Zeitrahmen weiterhin sichtbar. Man könnte annehmen, wir befinden uns an einem Wendepunkt, an dem beide langfristigen Trends enden könnten. Aber das würde bedeuten, dass der Dollar nun für einen längeren Niedergang vorgesehen ist. Kann Donald Trump kontinuierlich die Nachfrage nach dem US-Dollar unterdrücken, während er gleichzeitig will, dass er die "Weltreservewährung" bleibt?
Es ist äußerst schwierig zu verstehen, was Trump will. Einige seiner Ziele widersprechen einander, und einige trotzen der Logik und dem gesunden Menschenverstand. Trumps nächste Schritte vorherzusagen, ist wie der Versuch, den Flugweg von Möwen über dem Meer vorherzusagen. Es bleibt also nur, sich auf die rohe technische Analyse zu verlassen, da der Markt nichts anderes zu beachten scheint als Trump und seine Entscheidungen.
Aber wenn wir versuchen, über das Trump-Narrativ hinauszuschauen, glauben wir immer noch, dass der Dollar viel zu billig geworden ist. Trump hat der US-Wirtschaft noch keinen schweren Schaden zugefügt, dennoch ist der Dollar abgestürzt, als stünde eine Rezession bereits bevor.
Die durchschnittliche Volatilität des GBP/USD-Paares in den letzten fünf Handelstagen beträgt 69 Pips, was für dieses Währungspaar als "mäßig-niedrig" gilt. Am Dienstag, den 25. März, erwarten wir, dass das Paar sich in einem Bereich von 1,2850 und 1,2988 bewegt. Der langfristige Regressionskanal hat sich nach oben gedreht, aber der Abwärtstrend bleibt im täglichen Zeitrahmen intakt. Der CCI-Indikator hat in letzter Zeit weder den überkauften noch den überverkauften Bereich betreten.
Nächste Unterstützungsniveaus:
S1 – 1,2817
S2 – 1,2695
S3 – 1,2573
Nächste Widerstandsniveaus:
R1 – 1,2939
R2 – 1,3062
R3 – 1,3184
Handelsempfehlungen:
Das GBP/USD-Währungspaar bleibt in seinem mittelfristigen Abwärtstrend, während sich im H4-Zeitrahmen eine schwache Korrektur abzeichnet. Wir erwägen weiterhin keine Long-Positionen, da wir glauben, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung lediglich eine korrigierende Rallye ist, die einen irrationalen, von Panik getriebenen Charakter angenommen hat. Wenn Sie jedoch ausschließlich auf technische Daten handeln, sind Long-Positionen relevant mit Zielen bei 1,2988 und 1,3062, solange der Preis über dem gleitenden Durchschnitt bleibt. Short-Positionen sind weiterhin attraktiv mit Zielen bei 1,2207 und 1,2146, da die Aufwärtskorrektur im täglichen Zeitrahmen früher oder später enden wird, es sei denn, der vorherige Abwärtstrend wird vollständig umgekehrt. Das britische Pfund scheint extrem überkauft und ungerechtfertigt teuer, und Donald Trump wird den Dollar nicht auf unbestimmte Zeit abwerten können. Wie lange dieser "Trump-driven" Dollarabfall jedoch anhalten wird, ist äußerst schwer vorherzusagen.
Erläuterung der Abbildungen:
Lineare Regressionskanäle helfen bei der Bestimmung des aktuellen Trends. Wenn beide Kanäle in die gleiche Richtung zeigen, deutet das auf einen starken Trend hin.
Gleitender Durchschnitt (Einstellungen: 20,0, geglättet) definiert den kurzfristigen Trend und leitet die Handelsrichtung.
Murray Levels dienen als Zielniveaus für Bewegungen und Korrekturen.
Volatilitätsniveaus (rote Linien) stellen den wahrscheinlichen Preiskorridor des Paares für die nächsten 24 Stunden basierend auf den aktuellen Volatilitätswerten dar.
CCI-Indikator: Wenn er den überverkauften Bereich (unter -250) oder den überkauften Bereich (über +250) betritt, signalisiert dies eine bevorstehende Trendwende in die entgegengesetzte Richtung.