Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem Euro
Der Test des Niveaus bei 1.0772 fand statt, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen, was einen geeigneten Einstiegspunkt für den Verkauf des Euros bestätigte. Allerdings gelang es dem Paar nicht, weiter nennenswert zu fallen, und nach einem Rückgang von 10 Punkten kehrte die Nachfrage nach dem Euro zurück.
Veröffentlichte Daten zur Kreditvergabe in der Eurozone fielen relativ günstig aus, was sich positiv auf die Position des Euros auswirkte. Dies diente als eine Art Erleichterung für die Währung, die unter dem Druck geopolitischer Unsicherheiten und Ängsten vor einem Wirtschaftsabschwung gestanden hatte. Bemerkenswert ist jedoch, dass die aktuelle Stabilisierung des Euros noch nicht als verlässlich angesehen werden kann – insbesondere nach den gestrigen neuen Autozöllen von Donald Trump.
Während der US-Session wird sich der Fokus der Investoren auf wichtige makroökonomische Berichte verlagern. Insbesondere könnten Abwärtsrevisionen der endgültigen US-BIP-Zahlen für das letzte Quartal des Vorjahres frische Zuflüsse in den Euro und folglich Dollarverkäufe auslösen. Händler werden sorgfältig Anzeichen einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums analysieren, die zukünftige Entscheidungen der Federal Reserve beeinflussen könnten. Ebenso wichtig wird die Veröffentlichung des Personal Consumption Expenditures (PCE) Index sein. Ein Anstieg des PCE könnte die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik bekräftigen, während ein Rückgang die Position des Dollars negativ beeinflussen könnte. Außerdem werden Investoren die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe beobachten. Ein Anstieg dieses Indikators kann auf eine Stagnation des Arbeitsmarktes hindeuten, was ebenfalls den US-Dollar schwächen könnte.
Der Tag wird mit einer Rede des FOMC-Mitglieds Thomas Barkin enden. Seine Aussagen zum aktuellen Stand der Wirtschaft und zum Ausblick auf die Geldpolitik könnten zu erhöhter Volatilität auf den Währungsmärkten führen. In der Regel wurden die politischen Erklärungen dieser Woche zugunsten der Dollarstärke interpretiert.
Hinsichtlich der Tagesstrategie werde ich mich mehr auf die Szenarien #1 und #2 stützen
Kaufsignal
Szenario #1: Kaufen Sie heute den Euro bei einem Anstieg auf das Niveau von 1,0806 (grüne Linie im Chart), mit dem Ziel, auf 1,0845 zu steigen. Bei 1,0845 plane ich, die Position zu schließen und Short-Positionen in die entgegengesetzte Richtung zu eröffnen, um einen Rücksetzer von 30–35 Punkten vom Einstiegspunkt anzustreben. Ein Anstieg des Euros ist heute nur nach schwachen US-Wirtschaftsdaten und zurückhaltenden Kommentaren der Fed umsetzbar. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu steigen.
Szenario #2: Ich plane ebenfalls, heute den Euro zu kaufen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests des Niveaus 1,0778 gibt und der MACD-Indikator im überverkauften Bereich ist. Dies wird das Abwärtspotential des Paares begrenzen und eine Umkehr nach oben auslösen. Ein Anstieg zu den Gegenniveaus von 1,0806 und 1,0845 wird erwartet.
Verkaufssignal
Szenario #1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem er das Niveau von 1,0778 (rote Linie im Chart) erreicht hat. Das Ziel ist das Niveau 1,0740, wo ich plane, die Position zu schließen und sofort in die entgegengesetzte Richtung zu kaufen, um eine Erholung von 20–25 Punkten anzustreben. Der Verkaufsdruck könnte zurückkehren, wenn die Fed eine restriktive Haltung beibehält. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario #2: Ich plane ebenfalls, heute den Euro zu verkaufen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests des Niveaus 1,0806 gibt und der MACD-Indikator im überkauften Bereich ist. Dies wird das Aufwärtspotential des Paares begrenzen und einen Rückgang nach unten auslösen. Ein Rückgang zu den Gegenniveaus von 1,0778 und 1,0740 wird erwartet.
Chart-Notizen:
Dünne grüne Linie – der Einstiegspreis für den Kauf des Handelsinstruments. Dicke grüne Linie – der geschätzte Preis, um Take Profit festzulegen oder Gewinne manuell zu sichern, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist. Dünne rote Linie – der Einstiegspreis für den Verkauf des Handelsinstruments. Dicke rote Linie – der geschätzte Preis, um Take Profit festzulegen oder Gewinne manuell zu sichern, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist. MACD-Indikator – Verwenden Sie überkaufte und überverkaufte Zonen als Orientierungshilfe bei Markteintritten.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt sollten beim Einstieg in Handelsgeschäfte äußerst vorsichtig sein. Es ist am besten, den Markt vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte zu meiden, um plötzliche Preisschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Loss-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Losses könnten Sie schnell Ihr gesamtes Guthaben verlieren, besonders wenn Sie kein Money Management verwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran, für einen erfolgreichen Handel benötigen Sie einen klaren Handelsplan—wie den oben skizzierten. Spontane Handelsentscheidungen, die auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind eine inhärent verlustreiche Strategie für den Intraday-Handel.